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Qualität

Die rationale Isolation des Verstandes hat zur Folge, dass der Mensch immer mehr an positiven Mechanismen verliert, die ursprünglich seine Existenz bereicherten. Das hängt damit zusammen, dass im Zustand der rationalen Isolation die Wahrnehmung eingeschränkt ist: Nur was äußerlich wahrnehmbar und messbar ist zählt, während alles andere eine Abwertung erfährt. Einige vertrauen ihrer inneren Wahrnehmung noch, aber die große Entwicklungstendenz verdrängt zunehmend, was eigentlich sehr positive Dimensionen der menschlichen Existenz sind.

Ein weiteres Beispiel dafür ist die Qualität menschlicher Schöpfungen, so wie sie durch Handarbeit, sorgfältige Planung und vor allem Leidenschaft und Herz bei der Ausführung entsteht. Diese Qualität ist auf materieller Ebene nur teilweise nachweisbar. Ein großer Teil der Wahrnehmung von Qualität läuft über die innere Wahrnehmung und an diesem Teil der Qualität "scheiden sich die Geister". Die einen sagen "alles Humbug und Einbildung" (und das ist zunehmend die Mehrheit) und einigen ist aber durchaus klar, dass da Wertvolles unter die Räder kommt und langsam verschwindet.

So ist das klassische Bäckerhandwerk nahezu ausgestorben und durch Bäckerei-Ketten verdrängt worden, in denen die Backwaren industriell produziert werden. Ich bezeichne das als "Industriefraß-Problematik".

Sie führt dazu, dass Menschen, welche den Wert von Qualität erkennen, zunehmend wieder selbst ihr Brot und ihre Brötchen backen - ein klassischer Ausdruck der degenerativen Zurückentwicklungsphase, in der sich die Menschheit zurzeit befindet.

nächstes Kapitel: Der Appetit (Die intelligente Welt)