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Die Entstehung der wissenschaftlichen Weltsicht

Ausgangspunkt für die Entstehung der wissenschaftlichen Weltsicht war eine Situation, in der für viele Menschen immer offensichtlicher wurde, dass die religiöse Weltsicht ihre Probleme nicht lösen würde. Die religiöse Weltsicht entwickelte sich mit ihrem Dogmatismus immer mehr zu einer Belastung und Einschränkung. Die Menschen fühlten sich erdrückt, bevormundet und mit ihren Problemen alleingelassen.

In dieser Situation begann die Entwicklung von technischen Geräten wie Ferngläsern. Durch sie erweiterte sich die menschliche Wahrnehmung und es wurde möglich, die Welt genauer unter die Lupe zu nehmen. Man entdeckte, dass sich diese Welt in bestimmten Konstellationen auf eine genau vorhersagbare Weise verhielt, die sich zu allem Überfluss auch noch mit Hilfe der Mathematik exakt beschreiben ließ.

Wenn man wusste, wie sich die umgebende Welt unter bestimmten Ausgangsbedingungen verhielt, dann konnte man durch die gezielte Beeinflussung der Ausgangsbedingungen gewünschte Wirkungen erzielen. Der Mensch erhielt durch diese Entwicklung ein erheblich größeres Maß an Kontrolle über seine Umwelt, als er es vorher hatte.

Das sind zwei Errungenschaften der neu geborenen Wissenschaft, die ich noch einmal klar herausstreichen möchte:

  1. Bestimmte Konstellationen der den Menschen umgebenden materiellen Welt lassen sich mit Hilfe der Mathematik in ihrem Verhalten vollkommen exakt beschreiben.
  2. Die so erworbenen Informationen ließen sich bis zu einem gewissen Grad für technische Entwicklungen und eine teilweise Kontrolle über bestimmte Prozesse in der menschlichen Umgebung einsetzen.

Kurze begriffliche Anmerkung: Die Wissenschaft betrachtet bestimmte Ausschnitte der Welt. Diese werden auch als "Systeme" bezeichnet. Ein System ist ein aus mehreren Teilen zusammengesetztes Ganzes bzw. eine Menge von zueinander in Beziehungen stehenden Elementen, die in ihrer Gesamtheit als Einheit gesehen werden können.

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Den vollständigen Text finden Sie im Buch
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