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Das Ich-Welt-Modell

Wie der Name schon sagt, besteht das Ich-Welt-Modell aus dem "Ich" und der "Welt". Das "Ich" ist die wahrnehmende Instanz innerhalb der menschlichen Psyche. Das "Ich" nimmt die "Welt" wahr. Das "Ich" ist das, was wahrnimmt und die "Welt" ist das, was wahrgenommen wird.

Die Welt kann sein:

Zugunsten eines flüssigen Sprachgebrauchs und weil es eher unseren Gewohnheiten entspricht, verwende ich häufig "der Mensch", obwohl ich eigentlich "das Ich" meine. Die Unterscheidung zwischen "Mensch" und "Ich" bezieht sich hauptsächlich auf die Zuordnung des menschlichen Körpers. Der "Mensch" wird üblicherweise mit seinem Körper gleichgesetzt, aber im "Ich-Welt-Modell" ist der Körper Teil der "Welt", weil das "Ich" seinen Körper wahrnehmen kann. Diese Unterscheidung klingt vielleicht ein bisschen abstrakt und spitzfindig, aber sie wird benötigt, um den Erkenntnisprozess auf Heilungsprozesse anwenden zu können.

Die "Welt" hat für das "Ich" zwei Aspekte:

  1. Die Realität: Die Realität ist, wie die Welt wirklich ist, ganz egal, was das Ich glaubt, wie die Welt ist.
  2. Die Weltsicht: Die Weltsicht ist, wie das Ich die Welt sieht bzw. was das Ich glaubt, wie die Welt ist.

Eines der Hauptprobleme der wissenschaftlichen Weltsicht ist, dass die Unterscheidung von Weltsicht und Realität nicht klar getroffen wird. Die wissenschaftliche Weltsicht wird mit der Realität gleichgesetzt. Wissenschaftliche Beweise gelten als so unantastbar exakt und unfehlbar, dass die so gewonnenen Erkenntnisse als unantastbar wahr gelten. Was als bewiesen gilt, wird als unverrückbare Realität angesehen. Ich bezeichne das als "Identifizierung der Weltsicht mit der Realität". Das hat zur Folge, dass Menschen nicht bewusst ist, dass das, was sie mit so großer Überzeugungskraft für wahr halten, auch falsch sein könnte. Die Auflösung dieser Identifizierung zwischen Weltsicht und Realität, ist eine der Grundvoraussetzungen für ECHTEN Fortschritt. Tatsächlich ist es nämlich so, dass sich vieles, das als wissenschaftlich bewiesen gilt oder mit der Deutungshoheit der Wissenschaft als wahr hingestellt wird, für den Menschen negativ auswirkt.

Die wichtigste Anwendung der Weltsicht ist, die Prozesse der Welt im Sinne der Interessen des Ich zu beeinflussen. Um auf die Welt Einfluss zu nehmen, setzt das Ich sein Verhalten ein. Daraus ergibt sich eine Wirkung, das heißt, die Welt reagiert ihrerseits mit einem Verhalten auf das Verhalten des Ich (was den Fall einschließt, dass für das Ich keine Reaktion im Verhalten der Welt sichtbar ist).

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Den vollständigen Text finden Sie im Buch
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