Bewusstsein

Die wissenschaftliche Weltsicht geht davon aus, dass das menschliche Bewusstsein bzw. der menschliche Geist aus der Materie entstanden ist und auf dieser beruht. Davon gehe ich persönlich nicht aus. Vielmehr halte ich "das Bewusstsein" oder "den Geist" für ein von der Materie unabhängiges Element, das sich im Rahmen der "materiellen Existenz" mit der Materie verbindet und auf diese Weise "Lebewesen" hervorbringt.

Es gibt verschiedene Stufen von Bewusstsein: das mit einer Pflanze verbundene Bewusstsein ist ein anderes, als das mit einer Ameise verbundene und dieses wiederum ist ein anderes, als das mit einem menschlichen Körper verbundene.

Das menschliche "Ich" (die Seele) ist eine spezifische Form von Bewusstsein. Bewusstsein existiert grundsätzlich von der Materie unabhängig, kann sich aber mit dieser verbinden. Das Gehirn ist die Schnittstelle zwischen Bewusstsein und Materie.

Mit so einem Modell sind viele Phänomene der menschlichen Psyche und des menschlichen Seins viel plausibler erklärbar als mit der Annahme, die Materie würde das erzeugen.

Das Bewusstsein als eigenständige von der Materie unabhängige Instanz ist auch der Grund, warum ich (als Softwareentwickler) die ganze "künstliches-Bewusstsein-Diskussion" für unsinnig halte. Natürlich können Regel-basierte Systeme "intelligent" wirken. Und natürlich können sie auch über-komplex, unbeherrschbar und chaotisch werden und sich zu einem Risiko entwickeln. Aber sie werden niemals die Eigenschaften von Bewusstsein entwickeln, weil sie eben kein Bewusstsein haben - es sei denn es könnte sich ein Bewusstsein mit ihnen verbinden. Aber das tut ja schon in gewisser Weise der Mensch. Der Mensch benutzt sie für seine Zwecke, so wie er seinen Körper für seine Zwecke benutzt. Vom Zusammenspiel von Bewusstsein und Materie hat der Mensch aber auf der gegenwärtigen Stufe seiner Entwicklung nicht den geringsten Schimmer, obwohl er ja selbst Bewusstsein ist. Er glaubt aber, er wäre Materie, aus der auf wundersame zufällige Weise ein Geist hervorgewachsen ist.

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