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Angst vor unheilbaren Krankheiten

Die Angst vor unheilbaren Krankheiten (insbesondere vor Krebs) führt bei manchen Menschen zu einem verstärkten Aktionismus:

Ein solches Verhalten wird natürlich verstärkt, wenn der Betroffene aufgrund einer Sucht oder genetischen "Vorbelastung" sowieso zur "Risikogruppe" zählt. Aber auch Menschen, die eigentlich keinerlei Anlass zu der Annahme haben, besonders gefährdet zu sein, verfallen in dieses Verhaltensmuster. Es handelt sich dabei um eine typische Reaktion auf die Grundideen der wissenschaftlichen Weltsicht: "Es kann jederzeit rein zufällig das Allerschlimmste geschehen."

Der Aktionismus ist ein Verhalten, das von genau dieser Idee bestimmt wird. Folglich wird durch den Aktionismus die Idee auf den Körper übertragen. Der Körper nähert sich daraufhin mit seinem Verhalten der Idee an. Die Tendenz zur Entwicklung von Krebs verstärkt sich.

Das bedeutet im Klartext, dass zwanghaftes Verhalten, welches eigentlich unheilbare Krankheiten verhindern soll, genau diese Krankheiten hervorbringen kann.

Die Abschreckungsbilder auf den Zigarettenschachteln verstärken solche Tendenzen. Damit verstärken sie die Tendenz zur Herausbildung von Krebs. Ein paar Menschen hören vielleicht aufgrund dieser Bilder mit dem Rauchen auf (und wenden sich einer anderen Sucht zu, weil die eigentliche Ursache nach wie vor ungelöst ist), aber bei denen, die das nicht schaffen, verstärkt sich durch die Abschreckungsbilder die Tendenz zur Entwicklung von Krebs.

Die eigentliche Ursache der Sucht wird durch die Abschreckungsbilder noch nicht einmal ansatzweise berührt, geschweige denn gelöst.

Krebs in seinen unterschiedlichen Ausprägungen hat aber noch zahlreiche andere Ursachen, z.B.:

All diese Ursachen können durch die Angst vor Krebs und daraus resultierendes zwanghaftes Verhalten noch zusätzlich verstärkt werden. Das entspricht dem Schema "die eigentliche Ursache des Problems und der Aktionismus zur Beseitigung des Problems verstärken sich gegenseitig".

Aber die Angst vor Krebs tritt auch als alleinige Krankheitsursache auf. Und an diesem Beispiel sieht man besonders gut, wie die wissenschaftliche Weltsicht die Verbreitung von Krankheiten durch die Abkopplung von ihren eigentlichen Ursachen fördert:

Im Rahmen der wissenschaftlichen Weltsicht scheinen viele Probleme (wie z.B. Krebs) den Menschen irgendwie zufällig zu treffen, weil die tatsächlichen Ursachen nicht gesehen werden. Das bedeutet folgendes: Ein Problem, das einen Menschen aus einem ganz bestimmten Grund getroffen hat, erscheint fälschlicherweise so, als sei es rein zufällig aufgetreten.

Andere Menschen, die das mitbekommen, schlussfolgern daraus: "Wenn ihn dieses Problem zufällig getroffen hat, dann kann es auch mich zufällig treffen." Die Folge ist eine statistische Bedrohung. Das Problem wurde so auf einen anderen Menschen übertragen. Menschen reagieren unterschiedlich stark auf solche Bedrohungen. Bei einigen (und das sind nicht wenige) führen sie zu einem zwanghaften Verhalten, wie ich es eingangs dieses Kapitels geschildert habe. Und so kommt es zu einer statistischen Zunahme bestimmter Krankheitsbilder durch die Ideen der wissenschaftlichen Weltsicht.

Es gibt immer mehr Statistiken, die diese Zunahme von Krankheitsbildern in aller Deutlichkeit anzeigen. Aber jedes Mal werden diese Statistiken mit erklärenden Ausreden versehen, warum die Statistik angeblich nicht das bedeutet, was sie eigentlich in aller Klarheit anzeigt: Dass die Wissenschaft in ihrer gegenwärtigen Form bestimmte Probleme des Menschen nicht löst, sondern verstärkt.

Damit habe ich bis hierher 3 Mechanismen aufgezeigt, welche zur Ausbreitung von Problemen führen:

  1. Körperliche Veränderungen, die sich aus Problemen ergeben, werden genetisch "mitgeschrieben" und so der Folgegeneration leichter zugänglich gemacht. (genetische Vererbung)
  2. Eltern geben die falschen Ideen an ihre Kinder weiter. (geistige Vererbung)
  3. Die Loslösung der Probleme von ihren tatsächlichen Ursachen führt zu einer "statistischen Übertragung": Plötzlich hat scheinbar jeder das Problem mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, das eigentlich aber eine ganz spezifische, individuelle Ursache hatte, die andere Menschen gar nicht betrifft.

Aus diesem Kapitel ergibt sich eine wichtige Frage:

Wenn übertriebener Aktionismus bzw. zwanghaftes Verhalten eine Krankheit hervorbringen kann: Ab wann ist es Aktionismus? Soll man etwa gar nicht mehr zum Arzt gehen, wenn man glaubt Krebs zu haben? Oder soll man etwa nicht mehr zu Vorsorge-Untersuchungen gehen?

Diese Fragen führen auf ein zentrales Thema der inneren Wahrnehmung (oder auch der rationalen Isolation, je nachdem von welcher Warte aus man es betrachtet):

nächstes Kapitel: Das richtige Maß (Ursachen)